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Sättel

Sättel

Auf dem Sattel lastet neben den Griffen das meiste Gewicht des Fahrers. Deshalb muss er in vielerlei Hinsicht ergonomische Kriterien erfüllen. Im Vergleich der verschiedenen Fahrradtypen, lässt sich schnell erkennen: je sportlicher das Fahrrad, desto schmaler der Sattel. Auf einem Hollandrad ist die Sitzposition deutlich aufrechter als auf einem Rennrad. Das heißt, um den richtigen Sattel zu finden, sollte man sich seines Radtyps bewusst sein.

Zu berücksichtigen ist die passende Form und eine eventuelle Federung im Sattel. Der Anbieter SQlab hat als erster Sattelhersteller eine Vermessung der Sitzbreite zur Ermittlung des Sitzknochenabstandes entwickelt. Dadurch soll die individuell optimale Sattelbreite ermittelt werden. Bei dieser Methode hat der Urologe und Extrembiker Dr. Med. Markus Knöringer mitgewirkt. Bei SQlab finden sich alle Modelle in bis zu fünf verschiedenen Breiten wieder.


Die Frage nach der Einstellung

Jeder Sattel muss ausprobiert werden. So sollte der Sattel auf das eigene Fahrrad montiert und gefahren werden. Ein zu weicher Gel-Sattel wirkt im ersten Moment angenehm, kann aber auf längeren Strecken zu weich werden und sich verformen. Dies geht dann zu Lasten der Ergonomie. Bei ergonomisch designten Sätteln befindet sich oft eine Auskerbung, die mittig beginnt und Richtung Sattelnase schmaler wird. Diese Auskerbung ist für die vielen im Schambereich verlaufenden Nerven. So wird eine Entlastung der Nerven in diesem empfindlichen Bereich ermöglicht.
Um das Sitzen noch angenehmer zu gestalten, ist es von Vorteil, wenn die Sitzknochen auf einer kleinen Erhebung platziert sind. Dadurch wird zusätzlich ein Freiraum bis zur Sattelnase geschaffen, der eine entlastende Wirkung erzielt.
Zudem gibt es Sättel, die über eine integrierte Dämpfung verfügen. Durch das abwechselnde Treten in die Pedale wirken verschiedene Kräfte auf den Sattel. Die Dämpfung sorgt dafür, dass der Sattel bei jedem einzelnen Tritt "mitwippt" und passt sich so dem Bewegungsablauf des Fahrers an. Diese Technik findet sich unter anderem in der Active-Serie von SQlab und wirkt sich besonders Rückenschonend aus.

Zur Unterscheidung lässt sich sagen, dass Damensättel aus anatomischen Gründen in der Regel etwas breiter als Herrensättel sind. Noch dazu haben die Herrensättel eine längere und schmalere Sattelnase. Es gibt aber auch Unisex Sättel, die für beide Geschlechter tauglich sind.


Der besondere Sattel aus Leder

Bei einem Ledersattel dauert es etwas bis dieser "eingefahren" ist und sich der eigenen Sitzform angepasst hat. Viele Fahrradfahrer schwören auf Kernledersättel von Brooks. Sie wirken anfangs sehr hart, passen sich aber an und sind bei entsprechender Behandlung dauerhaft geschmeidig. Sie gewährleisten einen hohen Fahrkomfort über eine lange Zeit. Das hat selbstverständlich seinen Preis. Über den Zeitraum gesehen, zahlt sich ein perfekt angepasster Sattel jedoch immer aus.